Portfolio Category: Berlin

  • Franziska

    Franziska

    Franziska / Berlin

    Wer in der Berliner Waldsiedlung Zehlendorf vor den roten Ziegeldächern steht, blickt auf eine steingewordene Geschichte. 1938 für die SS erbaut, spiegeln die Häuser noch heute in ihrer Anlage die Hierarchie des NS-Regimes wider: Einzelhäuser für die höheren Dienstgrade, Reihenhäuser für die unteren. Franziska ist hier aufgewachsen — und nach Jahren zurückgekehrt. Sie wohnt wieder in derselben Siedlung, deren Geschichte nach dem Krieg unter neuen Eigentümern und vernichteten Akten weitgehend begraben wurde. Was geblieben ist, sind die Mauern — und die Frage, was man damit macht. Franziska hat ihre Antwort gefunden: Ein paar Straßen entfernt trifft sich ihre Gruppe der OMAS GEGEN RECHTS. Die einstigen Bewohner, sagt sie, rotieren hoffentlich im Grab.

    Franziska, Jahrgang 1959, ist mit dem Wirtschaftswunder aufgewachsen, in einem Zehlendorfer Wohlstand, den sie heute als reinen Zufall des Geburtsortes begreift. Aus einer protestantischen Familie stammend — der Großvater Pfarrer, ein Onkel Theologieprofessor — ist sie selbst aus der Kirche ausgetreten, aber mit einem Satz aufgewachsen, der sie nie losgelassen hat: Wer etwas hat, gibt ab. Politisch interessiert war sie immer, aktivistisch engagiert erst seit 2016, als sie begann, Geflüchtete zu unterstützen. Was als Begleitung einer einzelnen Familie begann, führte sie bald in die Steuerungsgruppe einer der größten Berliner Hilfsorganisationen. Dort lernte sie, was es bedeutet, Strukturen aufzubauen, Netzwerke zu knüpfen, Verantwortung zu tragen. Irgendwann reichte ihr das Lindern nicht mehr — sie wollte die Ursachen bekämpfen, politisch eingreifen.

    Den Weg zu den OMAS GEGEN RECHTS fand sie 2019 durch eine Begegnung in einer Kirchengemeinde. Zwei Frauen sagten in der Pause eines Vortrags, sehr stolz: Wir sind OMAS GEGEN RECHTS. Franziska hatte diese Frauen mit ihren Schildern bei Demos gesehen und immer gedacht, das seien Einzelpersonen, die sich ihre Schilder selbst gebastelt hatten — irgendwie putzig. Dass dahinter eine Bewegung steckt, wusste sie nicht. In der Pause ging sie auf die beiden zu. Kurz darauf fuhr sie zu ihrem ersten monatlichen Treffen nach Kreuzberg. Dreißig, vierzig Frauen — das waren damals alle Berliner OMAS. Als man sie fragte, ob sie eine – die erste- Bezirks-Gruppe in Zehlendorf gründen wolle, sagte sie zweimal Nein. Beim Rausgehen sagte sie Ja.

    Inzwischen ist die Bewegung in Berlin auf dutzende Stadtteilgruppen angewachsen — und längst weit mehr als eine Reaktion auf die AfD. Die OMAS sind beim Christopher Street Day, bei Klimademos, bei Mahnwachen für Geflüchtete. Sie putzen Stolpersteine, besuchen Gedenkstätten, setzen sich für queere Menschen ein, gegen Frauenfeindlichkeit, gegen Antisemitismus, für Roma, für alle, die von rechts missachtet und diskriminiert werden. Für Franziska ist das kein Widerspruch, sondern eine ganzheitliche Verteidigung des Grundgesetzes: OMA GEGEN RECHTS zu sein bedeutet, sich gegen alles zu wenden, was diese Demokratie von innen aushöhlt.

    Ihre Entschlossenheit hat sie an Orte geführt, die sie sich früher nicht zugetraut hätte. Nachts hat sie ein rechtes Graffiti übermalt — nach dem Vorbild der Künstlerin Irmela Mensah-Schramm, die das seit vierzig Jahren macht . Und nach der Correctiv-Recherche hielt sie, gemeinsam mit einer anderen OMA, eine Rede vor 150.000 Menschen auf dem Berliner Reichstagsgelände. Die Rede hatte sie kurz zuvor in nur einer Nacht geschrieben. Auf dem Fahrrad nach Hause dachte sie immer wieder: Habe ich das gerade wirklich gemacht? Sie ist keine Profi-Rednerin — aber vielleicht war genau das der Charme.
    Heute trommelt Franziska. Nicht als Freizeitbeschäftigung, sondern als politische Handlung. Wenn Rechte Vorträge halten, stehen sie davor und trommeln so laut, dass kein Livestream dagegen ankommt. Für sie ist das Musik und Widerstand zugleich — und der Moment, in dem sie ganz bei sich ist.

    Was sie antreibt, ist der Wunsch, die Demokratie zu bewahren, in der sie aufgewachsen ist. Nicht weil sie perfekt war — es gab immer Kämpfe, immer Ungerechtigkeiten. Aber sie war nie so existenziell bedroht wie jetzt. Dass ein Antrag zur Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens gestellt wird, ist für Franziska keine abstrakte Forderung, sondern das Dringlichste, was im Moment getan werden kann: den politischen Geldhahn zudrehen, bevor noch mehr Schaden entsteht. Dafür setzt sie ihre gesamte Freizeit ein — und das, sagt sie, tut sie so lange, wie es nötig ist.

  • Nora

    Nora

    Nora / Berlin

    Nora hat sich früh dafür interessiert warum Menschen so handeln wie sie handeln. Zu Verstehen war und ist ihr Antrieb. Aus der beginnend naiven Frage wurde ein Beruf.  Ihre Überzeugung ist, dass Menschen, die bewusster mit sich umgehen und sich selber besser verstehen zufriedener miteinander leben können.

    Den Anstoß politisch aktiv zu werden gab die Correctiv-Recherche über die Remigrationspläne. Ihr und ihrer Frau wurde endgültig klar: Wegschauen ist keine Option. „Wer jetzt schweigt, ist mitverantwortlich.“ Was folgte, war die spontane Anmeldung bei den OMAS GEGEN RECHTS.

    Was sie dort miteinbringt, ist genau das, was ihr wichtig ist: Die Fähigkeit hinzuschauen, auch wenn es wehtut und einen Umgang damit zu finden. Menschen, sagt sie, haben eine große Unfähigkeit negative Gefühle auszuhalten. Das Verdrängen und Meiden sind die Wurzel von viel Leid. Darin sieht sie einen zentralen Schlüssel der Wirksamkeit rechter Propaganda. Ihr Erklärungsmodell ist so einfach wie überzeugend:  Unser Gehirn funktioniert noch im „Urmodus“. Durch die aktuell krisengeschüttelte und bedrohlich empfundene Zeit sind wir im Daueralarm. Diese Daueranspannung kann nicht durch einen klar identifizierbaren Feind (z.B. Tiger) mit Flucht, Sieg oder Niederlage aufgelöst werden. Das nutzen rechte Propagandisten und schaffen „Ersatztiger“. Greifbare Feindbilder, an denen sich Angst und Aggression ausrichten kann. Das wirkt entlastend. Wer das nicht erkennt ist offen für Manipulation.

    Sie sieht das wichtigste Gegenmittel nicht primär in mehr Information.Es geht eher um Gefühle, darum eine größere Unsicherheitskompetenz zu ermöglichen und bewusster auch mit unangenehmen Gefühlen umgehen zu können. Dabei sind stabile Zonen durch Gemeinschaft und Teilhabe wichtig. Das bedeutet auch erfahrbar zu machen, dass Freiheit und Demokratie keine Last sind, sondern etwas, was sich gut anfühlt. „Guck mal, wie geil ist das denn hier leben zu dürfen!“

    Diese Inhalte und Anliegen versucht sie in unterschiedlichen Medien, auf Podien oder Veranstaltungen der OMAS GEGEN RECHTS einzubringen.

    Das Schlimmste, was sie erlebt hat: eine sogenannte „Friedensdemonstration“ in Berlin, bei der 15.000 Rechtsextremisten, Querdenker und Sympathisanten durch die Stadt zogen. Die OMAS GEGEN RECHTS wurden von der Polizei in einem kleinen abgesperrten Bereich geschützt — ein Schutz, der sich wie ein Käfig anfühlte. Die Masse zog vorbei, einige fotografierten und waren in Wort und Haltung aggressiv.“ Wir fühlten uns bedroht und ie wie diejenigen, die falsch waren.“ Danach fuhr Nora mit dem Fahrrad am Kudamm vorbei. Die Menschen saßen im Café, schoben Kinderwagen. Normale Welt. Der Tanz auf dem Vulkan. Es wirkte auf sie surreal und deprimierend.

    Das Schönste: der erste CSD in Marzahn. Eine Handvoll OMAS GEGEN RECHTS mit großen Schildern, auf dem Weg zur Demonstration. Die Teilnehmenden sahen sie von Weitem — und jubelten. Dass ihr hier seid. Danke.

    Besonders beeindruckt hat sie die Aussage einer Historikerin: „Der Beginn menschlicher Gemeinschaft und sozialer Kompetenz lässt sich an einem verheilten urzeitlichen Oberschenkelknochen ausmachen. Jemand hat für diesen Menschen gesorgt, obwohl er nicht mehr laufen konnte.“ Das ist eine zentrale menschliche Entwicklung, die Nora für erhaltenswert hält. Und für die sie sich — neben ihrem Beruf, neben allem anderen — einsetzt.

  • Jeany

    Jeany

    Jeany / Berlin

    Jeany kommt aus einem Dorf im tiefsten Schwarzwald. Sie wuchs bis zu ihrem 16ten Lebensjahr in einem gut situierten Elternhaus auf, indem Geld und Ansehen wichtiger als menschliche Wärme waren. Sie musste früh lernen und spüren was fehlt. Sowohl ihre früh bewusste Homosexualität, als auch ihre nicht standesgemäßen Freunde erfuhren eine tiefe Abneigung. Freunde durften mit der Begründung: „Wir wollen hier Keinen durchfüttern“, nicht zu Besuch bleiben. Und das war nur ein Beispiel unter vielen, durchaus auch traumatischen Erfahrungen, die sie prägten.

    Mit 13 reagierte sie auf die grundlegende Aussage ihrer Eltern: „Es gibt im Leben zwei Dinge — „Geld oder Liebe“ mit der Erwiderung: „dann lieber die Liebe suchen gehen zu wollen.“ Diese Entscheidung leitet ihr Leben bis heute.

    Mit Anfang 20 war sie politisch sehr aktiv — hat Frauencafés mitaufgebaut, Frauenbegegnungsstätten mitgegründet, sich für homosexuelle Menschen und Minderheiten eingesetzt. Dann kam der Beruf, eine Selbstfindungsphase, das Leben. Die Politik trat vorerst in den Hintergrund.

    In den letzten Jahren merkte sie zunehmend eine ungute Veränderung in der Gesellschaft, die sie unruhig machte. Der entscheidende Auslöser tätig werden zu wollen, war die Correctiv Recherche und das „Öffentlich Werden“ der Remigrationspläne der AfD. Sie und ihre Frau schauten sich an und beschlossen aktiv zu werden.

    Jeany sagte:  “Ich möchte mir in die Augen gucken können. Ich möchte am Ende meines Lebens vor Gott aufrecht stehen können.“

    Beide meldeten sich bei den OMAS GEGEN RECHTS an, gingen hin und blieben. Dort gab es so viele Möglichkeiten aktiv zu werden. TikTok gehörte von Anfang an dazu, obwohl weder Jeany noch ihre Frau sich vorab für TikTok interessiert hatten. Ihre Mitoma Franzi hatte kurz vorab als eine der ersten in Kenntnis der Bedeutung für jüngere Menschen und des Missbrauchs durch rechtsextreme Propaganda einen eigenen TIKTOK Kanal gestartet.

    Das erste Video floppte. Aber sie machten weiter, wurden kreativer und wuchsen mit ihrer Aufgabe. Ein Waschmittel-Video „AfD: Aris frischer Duft“ wurde ein echter Hit — rot, grün versiffte Flecken ließen sich trotz des Waschmittel AfD einfach nicht entfernen., woraufhin dieses untaugliche Mittel wütend weggeschmissen wurde. Die Kommentare junger Menschen: „Wenn OMAS GEGEN RECHTS Werbung machen würden, würde ich wieder Fernsehen gucken.“

    Heute macht Jeany zusammen mit ihrer Frau TikTok, generiert Ideen, informiert und setzt unterschiedliche Ideen um. Sie arbeitet mittlerweile mit anderen Omas im deutschlandweiten TikTok Kanal und fördert darüber auch die Vernetzung der unterschiedlichen Oma Gruppen.. Es ist ein großer Teil ihrer Freizeit — und manchmal braucht es die Kunst, sich selbst zu bremsen, damit die Energie nicht versiegt.

    Im Austausch mit anderen Menschen gibt es unterschiedliche Reaktionen. Manchmal fühlt sie sich wie das wandelnde schlechte Gewissen der passiven Mitbürger*innen. Dann wird es still, wenn sie erzählt.

    Während ihrer Aktivitäten auf der Straße und im Netz gibt es gelegentlich Anfeindungen. Aber es gibt auch die Momente, die alles tragen: junge Menschen und auch die Queer Community, die auf sie zukommen, sie umarmen und einfach sagen — danke, dass ihr hier seid.

    Was sie antreibt,: „Ich möchte erhalten, was wir errungen haben – das Bewusstsein für unserer Werte wieder schärfen. Demokratie ist die beste Staatsform, die wir haben! Wir sollten mit der Erde leben — nicht von ihr. Als Teil eines Organismus, der nur funktioniert, wenn alle füreinander sorgen.

  • Angelika

    Angelika

    Angelika / Berlin

    Angelikas politisches Bewusstsein erwachte in Namibia. Als sie knapp 13 Jahre alt war, zog sie mit ihrer Familie in das damalige Südwestafrika. Sie erlebte die Brutalität der Apartheid unmittelbar, doch zu Hause wurde darüber geschwiegen.

    Ihre Eltern gehörten zur Kriegsgeneration, die das Schweigen perfektioniert hatte: Es wurde weder über den Nationalsozialismus noch über das Unrecht in Afrika gesprochen. Erst viel später erfuhr Angelika, dass ihre Mutter beim BDM gewesen war und zeitlebens tief in rassistischen Denkmustern verhaftet blieb.

    Ihr Vater war ein Widerspruch. Als Sohn eines evangelischen Pfarrers und geprägt durch eine Kindheit in Shanghai, war er ein Humanist, der eine lebendige Gesprächskultur am Esstisch etablierte — stundenlang wurde über Bücher, Tagesaktuelles und „Gott und die Welt“ diskutiert. Doch auch diese Offenheit hatte eine klare Grenze: Über seine eigene Vergangenheit verlor er kein Wort. Dieser Teil seiner Geschichte blieb unangetastet
    Trotz dieses selektiven Schweigens prägte die Diskussionsfreude im Hause Angelika und später ihr Kind. Ihre Tochter bemerkte schon früh den Unterschied zu ihrem Umfeld: „Mama, meine Klassenkameraden kennen das gar nicht, dass man stundenlang am Tisch sitzt und diskutiert. Bei denen wird gegessen und dann geht jeder seiner Wege.“

    Angelika zog Anfang der 80er Jahre nach Berlin und wurde alleinerziehende Mutter einer schwarzen Tochter. Plötzlich war Rassismus für sie kein abstraktes Thema mehr, sondern eine persönliche, tägliche Erfahrung.

    Nach der Unabhängigkeit Namibias wollte Angelikas Vater sie und seine Enkelin einladen, mit ihm dorthin zu reisen. Angelika lehnte ab und konfrontierte ihn mit der schmerzhaften Wahrheit: „Papa, hast du nie gemerkt, was das für ein faschistisches System war? Deine Enkelin und ich hätten dort damals nicht einmal mit dir im selben Hotel wohnen dürfen. Wir hätten im Slum leben müssen.“ Ihr Vater fuhr schließlich allein. Erst nach seiner Rückkehr konnte er das Schweigen brechen und gestand ein: „Du hattest recht. Es war ein faschistisches System.“ Dass er diese Realität am Ende anerkannte, bedeutet Angelika bis heute viel.

    Heute sitzt sie wieder am Tisch, diesmal mit ihrer erwachsenen Tochter. Doch die Gespräche haben eine bedrückende Wendung genommen: Sie überlegen ernsthaft, wohin sie ausweichen könnten, falls die politische Lage in Deutschland weiter eskaliert. Es ist nicht nur diese Sorge um die Zukunft ihrer Familie, die Angelika 2018, angetrieben durch die Pegida-Aufmärsche, zu den OMAS GEGEN RECHTS führte.

    In der AG Feminismus bringt Angelika sich aktiv ein, und in der Stadtteilgruppe Mitte hat sie heute den Hut auf — eine von dreien, die die Gruppe gemeinsam leiten. Ihr Ziel ist es, dass die Gesellschaft das Reden nicht verlernt. Ihr Plädoyer: Wir müssen wieder an einen Tisch kommen — über alle Unterschiede hinweg, ohne populistische Phrasen, dafür mit echtem Zuhören. „Wir haben der nächsten Generation diese Welt mit eingebrockt“, sagt Angelika bestimmt, „jetzt ist es unsere Pflicht zu helfen, dass die Demokratie erhalten bleibt und auch die nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt haben.“ Aufgeben ist für sie keine Option.

  • Demo gegen Lena Kotré, Berlin-Lichterfelde Ost, 25. März 2026

    Demo gegen Lena Kotré, Berlin-Lichterfelde Ost, 25. März 2026

    Demo gegen Lena Kotré, Berlin-Lichterfelde Ost

    Am 25. März war ich dabei, als die OMAS GEGEN RECHTS in Berlin-Lichterfelde Ost auf die Straße gingen — singend, trommelnd, marschierend. Direkt vor der sog. „Staatsreparatur“, beschützt von der Polizei. Ein Ort, von dem man annehmen darf, dass seine Besucher gewöhnlich lieber den Hintereingang nehmen.

    Anlass war ein Auftritt von Lena Kotré — AfD-Landtagsabgeordnete in Brandenburg, die vom Verfassungsschutz als Rechtsextremistin eingestuft wurde. Innerhalb der AfD gilt sie als radikale Ideologin des Konzepts der „Remigration“ — mit Forderungen, die einen deutlichen Bruch mit rechtsstaatlichen Prinzipien markieren, und vernetzt mit europaweiten extrem rechten Netzwerken.
    Die OMAS ließen das nicht unkommentiert.

  • Frauenstreik Berlin — 9. März 2026

    Frauenstreik Berlin — 9. März 2026

    Frauenstreik Berlin — 9. März 2026
    Am 9. März war ich dabei — beim globalen Frauenstreik in Berlin. Das Bündnis „Enough! Genug!“ hatte den Tag als schärferes Instrument in bedrohlichen Zeiten ausgerufen: Frauen legten ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit nieder — global, weil Frauenrechte weltweit angegriffen werden. Der eigentliche Grund: Gewalt, finanzielle Abhängigkeit, Rassismus, fehlender Schutz und ein gesellschaftlicher Rechtsruck, der immer stärker wird.

    Die OMAS GEGEN RECHTS Berlin feierten mit ihrer AG Feminismus am Wittenbergplatz — mit Party, Picknick, Musik und Tanz. Unterstützt wurden sie von Handmaids Riot Berlin — Frauen in lila Umhängen und weißen Hauben, in Anlehnung an Margaret Atwoods „Der Report der Magd“, in dem Frauen jeder Selbstbestimmung beraubt sind. Ein Bild, das weltweit bei feministischen Protesten zum Symbol geworden ist. Weil die Dystopie keine ferne Fiktion mehr ist. Kontrast
    Und am Brandenburger Tor versammelten sich den ganzen Tag Frauen — zum Sitzen, Liegen, Tanzen, Schreien und Picknicken.

  • Mahnwache Weltzeituhr

    Mahnwache Weltzeituhr

    OMAS-GEGEN-RECHTS-BERLIN 3.0 — An der Weltzeituhr

    Die OMAS-GEGEN-RECHTS-BERLIN 3.0 treffen sich jeden 1. Freitag im Monat von 15 bis 16 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz — um mit interessierten Menschen über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Mit dabei: ein Glücksrad und das Grundgesetz.
    Ihr zentrales Anliegen sind die PRÜF-Demos — Demonstrationen mit einer einzigen Forderung: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden, sollen vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden. → pruef-demos.de