Am 20. Juni 2026 begleitete ich die OMAS GEGEN RECHTS Zürich bei ihrer monatlichen Mahnwache am Paradeplatz. Kurz zuvor hatte es stark geregnet, die Pflastersteine glänzten noch nass, als die Frauen Aufstellung nahmen. Wegen des Wetters hielten sie die Mahnwache kurz – aber sie hielten sie.
Der Paradeplatz ist das Finanzzentrum Zürichs, flankiert von den Hauptsitzen der Großbanken UBS und Credit Suisse, und an Samstagen ein belebter Durchgangsort für Touristen und Einkaufende. Das Publikum hier ist gemischt, viele Reisende aus dem Ausland, aber auch Zürcherinnen und Zürcher – und gelegentlich heftige Diskussionen.
Die Frauen verteilten Buttons und kleine Puppen, kamen ins Gespräch. Der Zuspruch war gut.
Die Mahnwachen finden einmal im Monat statt, abwechselnd am Paradeplatz und in Oerlikon – einem Stadtteil, der früher Arbeiterviertel war und heute von einer gemischten Mittelschicht bewohnt wird. Dort, auf dem Wochenmarkt, ist die Stimmung eine andere: mehr Zuspruch, mehr Gespräche, öfter auch Spenden. Die Gruppe überlegt, künftig weitere Stadtteile einzubeziehen.
Die Themen der Mahnwachen richten sich nach der politischen Landschaft – laufende Initiativen, Petitionen, aktuelle Debatten. Geplant sind unter anderem Aktionen zur SVP-Neutralitätsinitiative. Zum Schweizer Frauenstreik sind die OMAS GEGEN RECHTS Zürich ebenso dabei wie bei den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen im November, wenn Frauen aus der ganzen Schweiz mit orangenen Pulswärmern nach Bern fahren.
Portfolio Category: Aktion
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Mahnwache Zürich Paradeplatz
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Für die Demokratie – auf den Märkten von Graz
Für die Demokratie – auf den Märkten von Graz
Einen Monat lang, jeden Samstag, waren die OMAS GEGEN RECHTS Steiermark auf den Grazer Märkten unterwegs. Nicht um Wahlkampf zu machen – sondern um Menschen daran zu erinnern, dass ihre Stimme zählt. Vor der Gemeinderatswahl am 28. Juni 2026 sprachen sie Marktbesucher*innen an, verteilten Informationen und machten deutlich: Demokratie braucht Beteiligung.
Das Ergebnis am Wahlabend zeigte, dass Graz seinen eigenen Weg geht. Die KPÖ unter Bürgermeisterin Elke Kahr gewann die Wahl mit deutlichem Abstand und bleibt stärkste Kraft im Grazer Gemeinderat. Sie erhielt rund 36 Prozent der Stimmen – ein nochmaliger Zuwachs gegenüber 2021. Die FPÖ erzielte 12,2 Prozent – ein leichtes Plus gegenüber 2021, aber weit unter dem bundesweiten Trend.
Graz bleibt damit ein bemerkenswerter Sonderfall in der österreichischen Politiklandschaft. -

PRÜF-Demo Hamburg 04 26
In Hamburg habe ich die Trommelgruppe der Omas gegen Rechts bei der PRÜF-Demo begleitet — Frauen, die mit Kochtöpfen, Pfannen und Haushaltsgegenständen lautstark für Demokratie eintreten. Und es war gleichzeitig der allererste Auftritt der neuen Blechbläsertruppe, die die Hamburger Omas von nun an begleiten wird.
Die PRÜF-Demos finden jeden zweiten Samstag gleichzeitig in allen Landeshauptstädten statt — mit einer Forderung: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden, sollen vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden. → pruef-demos.de
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CSD & PRÜF-Demo Potsdam
CSD & PRÜF-Demo Potsdam
Am 9. Mai hatte ich die Freude, ein paar Omas gegen Rechts aus Potsdam kennenzulernen — und habe die Berliner Trommelgruppe begleitet, die gemeinsam mit den Potsdamer Omas den CSD und die PRÜF-Demo unterstützt hat. Laut, bunt und entschlossen.
Der Christopher Street Day ist ein Zeichen für die Rechte und Sichtbarkeit von queeren Menschen — und es ist kein Zufall, dass er heute nicht mehr nur in den großen Städten stattfindet. Gerade in Brandenburg, wo die AfD immer stärker wird, ist es wichtig, dass der CSD auch in kleineren Gemeinden auf die Straße kommt. Sichtbarkeit dort, wo sie am meisten gebraucht wird.
Die PRÜF-Demos finden jeden zweiten Samstag gleichzeitig in allen Landeshauptstädten statt — mit einer Forderung: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden, sollen vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden. → pruef-demos.de -

Tag der Demokratie Schwerin
Am Ostersamstag, 4. April 2026, war ich beim „Fest der Demokratie“ auf dem Schweriner Marktplatz dabei. Die Schweriner Omas gegen Rechts waren mit eigenem Stand vertreten — und das Fest bot zugleich die Gelegenheit zum Austausch mit Oma-Gruppen aus anderen Städten. Mit dabei waren auch die Omas aus Boizenburg und Lübeck.
Der musikalische Höhepunkt: Über 30 Sängerinnen des Hamburger Chors OMAS UNITED waren von den Schweriner Omas eingeladen worden, das Fest mitzugestalten. Ein starkes Zeichen der Solidarität — Frauen aus dem ganzen Norden, die gemeinsam für Demokratie eintreten.
Organisiert wurde das Fest von „Schwerin für Alle“ in Kooperation mit „Zusammen bewegen“, einem Zusammenschluss von Engagierten, Vereinen und Sozialverbänden aus Mecklenburg-Vorpommern. -

Mahnwache Celle am Marktag
OMAS GEGEN RECHTS Celle — Mahnwache am Markt
Jeden Mittwoch um 11 Uhr, wenn in Celle Markttag ist, treffen sich die OMAS GEGEN RECHTS vor der Nordsee-Filiale am Markt — und singen. Eine Stunde lang. Mit Liedern, die sie selbst schreiben: auf die Zeit, auf die Lage, auf das, was gerade passiert. Laut, kreativ und unüberhörbar mitten im Alltagstreiben der Stadt.
Was banal klingen könnte, ist in Wirklichkeit eine der beständigsten Formen des Widerstands — Woche für Woche, bei jedem Wetter, mit selbst gemachten Texten und viel Herzblut. -

Demo gegen Lena Kotré, Berlin-Lichterfelde Ost, 25. März 2026
Demo gegen Lena Kotré, Berlin-Lichterfelde Ost
Am 25. März war ich dabei, als die OMAS GEGEN RECHTS in Berlin-Lichterfelde Ost auf die Straße gingen — singend, trommelnd, marschierend. Direkt vor der sog. „Staatsreparatur“, beschützt von der Polizei. Ein Ort, von dem man annehmen darf, dass seine Besucher gewöhnlich lieber den Hintereingang nehmen.
Anlass war ein Auftritt von Lena Kotré — AfD-Landtagsabgeordnete in Brandenburg, die vom Verfassungsschutz als Rechtsextremistin eingestuft wurde. Innerhalb der AfD gilt sie als radikale Ideologin des Konzepts der „Remigration“ — mit Forderungen, die einen deutlichen Bruch mit rechtsstaatlichen Prinzipien markieren, und vernetzt mit europaweiten extrem rechten Netzwerken.
Die OMAS ließen das nicht unkommentiert. -

Frauenstreik Berlin — 9. März 2026
Frauenstreik Berlin — 9. März 2026
Am 9. März war ich dabei — beim globalen Frauenstreik in Berlin. Das Bündnis „Enough! Genug!“ hatte den Tag als schärferes Instrument in bedrohlichen Zeiten ausgerufen: Frauen legten ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit nieder — global, weil Frauenrechte weltweit angegriffen werden. Der eigentliche Grund: Gewalt, finanzielle Abhängigkeit, Rassismus, fehlender Schutz und ein gesellschaftlicher Rechtsruck, der immer stärker wird.
Die OMAS GEGEN RECHTS Berlin feierten mit ihrer AG Feminismus am Wittenbergplatz — mit Party, Picknick, Musik und Tanz. Unterstützt wurden sie von Handmaids Riot Berlin — Frauen in lila Umhängen und weißen Hauben, in Anlehnung an Margaret Atwoods „Der Report der Magd“, in dem Frauen jeder Selbstbestimmung beraubt sind. Ein Bild, das weltweit bei feministischen Protesten zum Symbol geworden ist. Weil die Dystopie keine ferne Fiktion mehr ist. Kontrast
Und am Brandenburger Tor versammelten sich den ganzen Tag Frauen — zum Sitzen, Liegen, Tanzen, Schreien und Picknicken. -

On Your Shoulders“ Performance
„On Your Shoulders“ Performance
Ich durfte die Probe zu „On Your Shoulders“ begleiten — und was ich dort gesehen habe, war wirklich beeindruckend. Leider konnte ich nicht bei der Aufführung selbst am 8. März im Schauspielhaus Graz dabei sein.
Hier dafür der Link zum Youtube Video
„On Your Shoulders“ ist eine gemeinsame Produktion von Akrosphäre, F8 und den OMAS GEGEN RECHTS Steiermark, unter der künstlerischen Leitung von Christine Teichmann — die für das Projekt für den Grazer Frauenpreis nominiert wurde. Drei Generationen schaffen gemeinsam ein Bild, das den weitergetragenen Kampf um Frauenrechte sichtbar macht: Wir stehen auf den Schultern derer, die vor uns gekämpft haben — von der Suffragetten-Bewegung über Simone de Beauvoir bis zu Johanna Dohnal. Nicht nur die Älteren tragen die Jungen — auch die Jungen stützen die Alten. Im Austausch zwischen den Generationen entsteht ein eindrucksstarkes Bild gegenseitiger Unterstützung. Denn der Kampf ist nicht abgeschlossen: Es gilt noch viel umzusetzen — und Erreichtes zu verteidigen. -

Mahnwache Weltzeituhr
OMAS-GEGEN-RECHTS-BERLIN 3.0 — An der Weltzeituhr
Die OMAS-GEGEN-RECHTS-BERLIN 3.0 treffen sich jeden 1. Freitag im Monat von 15 bis 16 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz — um mit interessierten Menschen über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Mit dabei: ein Glücksrad und das Grundgesetz.
Ihr zentrales Anliegen sind die PRÜF-Demos — Demonstrationen mit einer einzigen Forderung: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden, sollen vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden. → pruef-demos.de